Irland ist ein Geschäftsziel, das weit über sein Gewicht hinaus erfolgreich ist. Mit einer Bevölkerung von nur 5,1 Millionen Menschen beherbergt es europäische Hauptquartiere von Apple, Google, Meta und Hunderten von schnell wachsenden Startups. Aber Sie müssen kein Technologieriese sein, um hier erfolgreich zu sein.
Schritt 1 — Wählen Sie Ihre Unternehmensstruktur
Die drei häufigsten Strukturen:
Einzelunternehmer: Die einfachste Option. Keine Registrierungsgebühr, kein Mindestkapital. Sie handeln unter Ihrem eigenen Namen (oder registrieren einen Geschäftsnamen für €40). Nachteil: unbegrenzte persönliche Haftung.
Privates Unternehmen mit beschränkter Haftung durch Anteile (LTD): Die Standardwahl für die meisten Unternehmen. Mindestens ein Geschäftsführer (muss EWR-Resident sein oder eine Kaution hinterlegen), ein Anteilseigner, ein Sekretär. Kein Mindestaktienkapital.
Designated Activity Company (DAC): Ähnlich wie LTD, aber mit einer definierten Satzungsklausel. Erforderlich für bestimmte regulierte Aktivitäten (Finanzdienstleistungen, Wohltätigkeitsorganisationen).
Schritt 2 — Registrierung beim CRO
Das Companies Registration Office (CRO) kümmert sich um alle Unternehmensgründungen. Online-Registrierung über CORE kostet:
- LTD: €50
- Geschäftsnamen: €40
- Expressservice (am selben Tag): +€100
Sie benötigen: Unternehmensname, registrierte Adresse, Angaben zum Geschäftsführer, Satzung (oder Annahme der Standardform).
Schritt 3 — Regeln Sie Ihre Steuern
Registrieren Sie sich bei Revenue für:
- Corporation Tax (CT1): 12,5% auf Handelserträge
- VAT: obligatorisch, wenn der Umsatz €80.000 (Waren) oder €40.000 (Dienstleistungen) übersteigt
- PAYE/PRSI: wenn Sie Mitarbeiter einstellen
- RCT: wenn Sie in der Bauindustrie tätig sind
Der Revenue Online Service (ROS) verwaltet alle Anmeldungen. Die Registrierung ist kostenlos und obligatorisch.
Schritt 4 — Erkunden Sie verfügbare Zuschüsse
Irland hat ein starkes Unterstützungsökosystem:
Local Enterprise Office (LEO):
- Machbarkeitsstudienzuschuss: bis zu €15.000
- Priming Grant: bis zu €150.000 für Startups in den ersten 18 Monaten
- Geschäftserweiterungszuschuss: bis zu €150.000 für etablierte Unternehmen
- Mentoring: kostenloses Einzelmentoring von erfahrenen Geschäftsleuten
Enterprise Ireland (für skalierbare/exportorientierte Unternehmen):
- Competitive Start Fund: €50.000 Eigenkapitalinvestition
- High Potential Start-Up (HPSU) Finanzierung: €50.000–€500.000
- Innovation Vouchers: €5.000 für Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen
Weitere Unterstützungen:
- Microfinance Ireland: Darlehen von €2.000 bis €25.000
- SBCI (Strategic Banking Corporation of Ireland): Niedrigzinsdarlehen
- Employment Investment Incentive (EIIS): Steuervergünstigung für Investoren in qualifizierten Unternehmen
Schritt 5 — Richten Sie Ihren Betrieb ein
Praktische Grundlagen:
- Geschäftsbankonto: Bank of Ireland, AIB und Revolut Business sind beliebte Optionen. Rechnen Sie mit 2-4 Wochen für die Kontoeröffnung bei traditionellen Banken.
- Buchhaltungssoftware: Xero, Sage oder Surf Accounts (irischer Herkunft) sind häufige Wahlen.
- Versicherung: Haftpflichtversicherung, Berufshaftpflicht und Arbeitgeberversicherung (bei Einstellung) sind Standard.
- DSGVO-Compliance: Ernennen Sie einen Datenschutzleiter und führen Sie ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten.
Schritt 6 — Verstehen Sie die Beschäftigungskosten
Wenn Sie vorhaben einzustellen:
- Mindestlohn: €13,50/Stunde (2026)
- Arbeitgeberversicherung: 11,05% des Bruttogehalts
- Jahresurlaub: mindestens 20 Tage
- Feiertage: 10 pro Jahr
- Gesetzlicher Krankheitsurlaub: 5 Tage pro Jahr (seit 2024)
Hauptvorteile Irlands
- Englischsprachiger EU-Mitgliedstaat
- Junge, hochgebildete Belegschaft (56% der 25- bis 34-Jährigen haben tertiäre Bildung)
- Common-Law-System, vertraut für britische und amerikanische Unternehmen
- Starkes IP-Regime (Knowledge Development Box: 6,25% Satz)
- Tor zum EU-Binnenmarkt (450+ Millionen Verbraucher)
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Quellen: Companies Registration Office, Revenue.ie, Enterprise Ireland, Local Enterprise Offices 2025-2026.